#121 Trauma und Würde - wie wir unsere Würde wiedererlangen können

Transformations - Inspiration

In dieser Folge soll es um die Rolle der Würde bei Heilungsprozessen gehen, insbesondere bei Menschen, die Traumafolgen tragen..... 

 

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In dieser Folge erfährst Du:

  • wie kraftvoll Würde ist
  • dass Entwürdigung häufig Teil von Trauma ist
  • dass die Folgen daraus häufig auch später zu Entwürdigungen führen
  • welch heilsame Kraft die Bewusstwerdung über die eigene Würde hat
  • was wir gemeinsam erreichen können, wenn wir allen Wesen würdevoll begegnen

 

Es soll um die Frage gehen, wie wir Würde zurückerlangen können, wenn sie angetastet oder versehrt wurde. Es soll auch darum gehen, welche wunderbare Kraft in unserer natürlichen und unversehrten Würde schwingt und darum, wie uns diese Kraft helfen kann, ein Leben zu führen, das unserem eigenen Innern zutiefst entspricht. 

Die Kraft der Würde – Würde ist ein Menschenrecht

Zu Beginn möchte ich dich einmal einladen, kurz innezuhalten und dich zu fragen und nach innen zu lauschen, was spürst du und was fühlst du, was regt sich in dir, wenn du an Würde denkst? Viele Menschen assoziieren Würde ganz unbewusst und ganz natürlicherweise mit etwas, was innerlich aufrichtet, mit etwas Kraftvollem, etwas Strahlendem und etwas Großem, Berührendem. Laut Duden ist Würde "ein Achtung gebietender Wert, der einem Menschen innewohnt und die ihm deswegen zukommende Bedeutung". Was für eine interessante Definition. Und laut Duden ist Würde auch "das Bewusstsein des eigenen Wertes und die dadurch bestimmte Haltung". Die Würde eines Menschen wird als schützenswert betrachtet, sodass in unserem Grundgesetz, in Artikel 1. Absatz 1 der bekannte Satz geschrieben steht: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“. So gehört also die Unantastbarkeit der Würde in unsere Grundrechte. Sie ist ein Menschenrecht. Dieses Menschenrecht wurde definiert, um ein würdevolles Dasein zu sichern. Diese Definitionen von Würde und ihre Bedeutung für unsere Menschenrechte, macht deutlich, was Würde für eine große Kraft ist.

Das Bewusstsein der Würde

Wir können auch emotional und intuitiv gut erspüren was Würde eigentlich bedeutet. Menschen, die ihre Würde natürlicherweise ausstrahlen, die vielleicht ein Bewusstsein ihrer eigenen Würde haben, sind zumeist Menschen, vor denen man ganz selbstverständlich einen stillen und angenehmen Respekt empfindet und bei denen man sich gleichzeitig sicher fühlt. Ein Mensch, der Würde ausstrahlt, ist in meinen Augen jemand, der abgegrenzt wirkt und zugleich offen und zugänglich. Wohlwollend und zugewandt. Denn jemand, der sich der Würde seiner selbst bewusst ist, ist sich auch der Würde eines anderen Menschen oder eines anderen Wesens bewusst. Sich seiner eigenen Würde und der Würde eines anderen Wesens bewusst zu sein, bedeutet wohl, sich des Wertes des anderen und sich selbst bewusst zu sein. Vielleicht sogar sich des Wertes des Lebens bewusst zu sein. Vielleicht ist das Bewusstsein der Würde ein hohes Bewusstsein, das etwas mit Reife oder auch mit vollkommener Natürlichkeit zu tun hat. Ich bin der Überzeugung, wenn wir einander in Würde begegnen könnten, wenn es uns gelänge, unsere eigene Würde zu fühlen und uns ihrer bewusst zu sein und dadurch auch andere Menschen und andere Wesen aus den Augen der Würde betrachten zu können, hätten wir eine Welt, in der Frieden herrschen würde.

Verletzte Würde führt zu Objektifizierung

In meiner Praxis als Traumatherapeutin erlebe ich immer wieder starke Resonanz bei meinen KlientInnen auf das Thema Würde. Der Begriff der Würde ist in meiner Praxis Gegenstand der Traumatherapie. Denn das Gefühl einer verletzten Würde zieht sich durch das Leben vieler traumatisierter Menschen. Das hat große Auswirkungen auf ihre Beziehung zu sich selbst, auf die Beziehung zu anderen Menschen, auf die Beziehung zum Leben. Häufig ist es tatsächlich auch so, dass sich Entwürdigung wie ein roter Faden durch das Leben vieler frühtraumatisierter Menschen zieht. Warum das so ist, wirst du in dieser Folge vermutlich verstehen. Professor Gerald Hüther beschreibt in seinem Buch „Würde“, das du selbstverständlich in den Shownotes verlinkt findest, was passiert, wenn wir das Bewusstsein für unsere Würde und damit auch für die Würde anderer verlieren. In diesem Moment machen wir unser Gegenüber zu einem Objekt. Wir nehmen das Gegenüber nicht mehr in seiner Subjekthaftigkeit wahr, sondern nehmen es als Objekt wahr. Das bedeutet in meinen Worten, dass in diesem Moment die Verbundenheit verschwindet, oder gar nicht erst zustande kommt. Dass dieses zum Objekt machen einen Ausdruck von Mangel an Verbundenheit darstellt...

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Shownotes:  

 

 

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