#120 Parentifizierung - vom Schmerz, stark sein zu müssen

Transformations - Inspiration

In dieser Folge möchte ich mich einem Thema oder einem Phänomen widmen, das recht wenig Aufmerksamkeit erfährt, obwohl es sehr viele Menschen betrifft.... 

 

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In dieser Folge erfährst Du:

  • was Parentifizierung bedeutet
  • welche Facetten davon es gibt
  • dass Kinder unfassbar kreative AnpassungskünstlerInnen sind
  • welche Folgen auf Betroffene Kinder zukommen können
  • was helfen kann, aus diesen Prägungen herauszuheilen

 

Ganz besonders die Menschen, die Entwicklungstrauma, oder frühe traumatische Erfahrungen in ihren Familiensystemen erlebt haben. Es geht um das Thema der sogenannten Parentifizierung. Ich werde dir in dieser Folge erklären, was das ist, wie es wirkt und wieso ich es für relevant halte, auch dieses Thema etwas mehr in den Fokus zu nehmen, um heilen und Trauma integrieren zu können. Wenn du meinem Podcast schon einer Weile lauschst, dann weißt du, dass es mir ein Anliegen ist, dass wir uns besser verstehen. Dann hast du von mir schon gehört, wie wichtig und relevant ich es finde, dass wir ein tiefes, inneres Verständnis für unsere unbewussten, automatischen Reaktionsmuster entwickeln und dass wir dem, was da geschieht, wohlwollend gegenübertreten. Genau aus diesem Grund möchte ich eine Facette aufgreifen, die in so vielem, was ich in diesem Podcast schon beschrieben habe, eine Rolle spielt. Ich möchte ein Spotlight auf eine Facette richten, die mir wichtig ist, in eine ganz helle leuchtende Klarheit zu bringen, damit wir noch mehr Verständnis für uns und auch für unsere eigenen Kinder entwickeln können. Wenn man sich mit Kindheitstrauma, mit Bindungs- und Entwicklungstrauma beschäftigt, wenn man sich mit sogenannt dysfunktionalen Familiensystemen beschäftigt, dann kommt man nicht um das Thema Parentifizierung herum. Es ist sozusagen inkludiert in solchen, leider sehr belastenden, Kontexten. Vielleicht nicht in 100% der Fälle, aber in einem sehr großen Teil.

Was beschreibt der Begriff Parentifizierung?

Dieser Begriff beschreibt, dass ein Kind in eine Elternrolle hineingerät. Man sprich bei der Parentifizierung von einer Umkehr der sozialen Rollen. Das ist im Wort 1:1 widergespiegelt. "Parentifizierung" setzt sich zusammen aus den lateinischen Worten parentes für die Eltern und facere für machen. Ich mag dich einmal zu Beginn dieser Folge einladen, nach innen zu lauschen. Was löst dieses Wort in dir aus? Parentifizierung. Was klingelt in dir oder was bleibt vielleicht ganz still? Welche Assoziationen hast du spontan, wenn du davon hörst? Vielleicht kommt in dir ein subtiles Gefühl auf, dass du so etwas kennen könntest. Vielleicht hast du sofort ganz klare Situationen oder Atmosphären oder Regeln aus deiner Kindheit im Kopf. Vielleicht erinnerst du dich daran, dass es genauso war. Vielleicht ist es auch alles etwas subtiler. Deswegen werde ich dir jetzt ausführlich, auch anhand von ein paar Beispielen erklären, wie Parentifizierung aussehen kann. Ich werde darauf eingehen, was für Muster und Prägungen sich daraus ergeben. Was für Symptome sich vielleicht auch daraus ergeben. Natürlich möchte ich dir am Ende auch ein paar hilfreiche Impulse mit auf den Weg geben, wie man mit Parentifizierung in der eigenen Geschichte konstruktiv umgehen kann. Zunächst einmal mag gesagt sein, dass die Parentifizierung, also die Tatsache, dass ein Kind in eine Elternrolle kommt, niemals natürlich stattfindet. Sie ist immer ein Ausdruck von einem Problem, wenn man es mal ganz übergeordnet sagen möchte. Wenn ein Kind eine Elternrolle übernehmen muss, egal aus welchen Gründen, dann aus einer gewissen Not heraus. Etwas sehr Wichtiges für Kinder, damit sie sich gesund entwickeln können, ist, dass sie Kinder sein dürfen. Dass sie Sicherheit erfahren, dass sie Geborgenheit erfahren, dass sie wissen, die Eltern halten den Raum, den Rahmen, die Welt freundlich, sicher und geborgen. Für viele Leute klingt das so, als würde ich vom Paradies sprechen und das ist furchtbar bedauerlich. Nicht zuletzt deswegen gibt es diesen Podcast hier. Kinder, die dieses „Paradies“, also eine sichere Bindung, ein Aufwachsen in Geborgenheit nicht erleben können, müssen irgendwie klarkommen mit dem, was sie umgibt. Ich finde an Kindern und auch wenn wir zurückschauen auf eigene Kindheiten, können wir so gut sehen, was für fantastische, kreative, hochintelligente Wesen wir sind. Auf wie vielschichtige und kreative Art und Weise wir uns innerlich einstellen, umstellen, anpassen, vielleicht auch verstellen und innerlich einrichten, um auch mit total verdrehten Kontexten klarzukommen. Das ist wahnsinnig beeindruckend...

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Shownotes: 

 

 

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