#112 Trauma und die Suche nach Sicherheit

Transformations - Inspiration

In dieser Folge mag ich auf einen Aspekt eingehen, der für Traumaheilung und Traumaintegration sehr wichtig ist und der sehr oft falsch verstanden wird... 

 

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In dieser Folge erfährst Du:

  • dass Sicherheit für traumatisierte Menschen eine komplexe Sache ist
  • was Sicherheit kreieren kann
  • was Neurozeption und das implizite Gedächtnis sind
  • was die Folgen von mangelnder Sicherheit sind
  • dass auch hier Containment eine Rolle spielt

 

Es ist der Aspekt der Sicherheit. Es geht in dieser Folge auch darum, was wir tun, wenn wir keine Sicherheit empfinden. Es geht darum, was wir brauchen, um Sicherheit empfinden zu können, was Sicherheit eigentlich wirklich bedeutet, auch im neurobiologischen Sinne und was für frühe Erfahrungen unser Grundempfinden für Sicherheit erschüttern können. Diese Folge ist also wieder einmal eine sehr sachliche, fachliche Folge, die viel Aufklärung für Dich bereithält und viel Inspiration, die möglicherweise verschiedene Puzzleteile in deinem Inneren zusammenfügen mag. Ich wünsche dir beim Lauschen/Lesen viele inspirierende und hilfreiche Erkenntnisse und ich mag dich einladen, beim Lauschen/Lesen fein auf dich zu achten. Vielleicht sind manche Informationen für dich tief berührend und bringen etwas in Gang. Achte auf dich, schreibe auf, was du wahrnimmst, vielleicht möchtest du dir tatsächlich Zeit nehmen, dich gemütlich hinzusetzen beim Lauschen und dir selbst zugewandt zu sein.

Sicherheit ist komplex

Eine der Fragen, die wir als Traumatherapeuten vermutlich am häufigsten gestellt bekommen, ist neben der Frage „Wie lange dauert es wohl, bis es mir besser geht?“, die Frage danach „Wie geht das überhaupt?“, „Wie kann man Trauma heilen?“. Dazu habe ich schon einiges gesagt, in unterschiedlichen Podcastfolgen. Dazu findest du auch Verlinkungen in den Shownotes. Etwas, was generell als Antwort auf diese Frage gilt, ist die Tatsache, dass wir, um Trauma zu integrieren und Trauma heilen zu können, ein Gefühl von Sicherheit brauchen. Ein Bewusstsein dafür, dass die Gefahr von damals, die heute zu Traumafolgen führt, in diesem Augenblick, hier und jetzt, nicht mehr existiert. Das ist ziemlich leicht gesagt, es klingt einfach, sich bewusst zu machen, dass in diesem Augenblick bspw. wo du jetzt gerade lauschst/liest, vielleicht an einem gemütlichen Plätzchen, keine Gefahr herrscht. Aber das ist eine kognitive Wahrnehmung, das ist etwas aus dem Kopf. Manchmal ist es so, bei gewissen Traumafolgen, dass die Wahrnehmung der jetzigen Situation nicht einfach rein mit der jetzigen Situation verknüpft ist. Bei manchen Traumafolgen ist es so, dass es uns sehr schwer fällt, eine jetzige Situation nur und pur als jetzige Situation zu erfassen und nicht in dieser Situation, die für einen anderen vermeintlich sicher scheint, doch eine Gefahr zu vermuten. Darauf werde ich genauer eingehen. Sicherheit zu empfinden ist etwas, was wir in der Traumatherapie als ein sehr anzustrebendes Ergebnis oder einen Zustand ansteuern. Häufig missverstanden wird allerdings, dass das Gefühl von Sicherheit eine Voraussetzung dafür sei, überhaupt traumatherapeutisch arbeiten zu können. Es ist ein Missverständnis oder eine falsch verstandene Information, wenn man davon ausgeht oder glaubt, dass erst, wenn sich jemand wirklich sicher fühlt, dann auch bspw. Inhalte prozessiert werden können oder dass Trauma wirklich angegangen werden kann, in einem therapeutischen Prozess. Glücklicherweise ist das nicht so, denn Sicherheit ist etwas ziemlich Komplexes und wie vorhin schon angedeutet, sie lässt sich nicht allein aus einem jetzigen Moment und einer Umgebung, die hier und jetzt gerade wirkt, ableiten.

Neurozeption

Das Gefühl von Sicherheit, das Gefühl, einen Zustand von Sicherheit zu erleben, kommt aus dem tiefen Inneren. Unser autonomes Nervensystem ist in jeder Sekunde unseres Lebens dabei, unsere Umgebung, unser Umfeld, unsere Situation, in der wir uns befinden, nach Gefahren abzuscannen. Nicht um uns auf Trapp zu halten, sondern um für Sicherheit zu sorgen. Das ist ein ganz autonomer Vorgang, den unser autonomes Nervensystem hier für uns übernimmt und er ist bei Menschen ohne Traumafolgen so justiert, dass man Sicherheit empfinden kann, weil das Nervensystem Gefahr und Sicherheit sozusagen klar unterscheiden kann. Warum das bei traumatisierten Menschen häufig nicht so ist, erkläre ich gleich. Es gibt einen Begriff, der nennt sich Neurozeption und er wurde von Steven Porges geprägt, dem Entwickler und Entdecker der Polyvagaltheorie, auch dazu findest du Links in den Shownotes...

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Shownotes:

 

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Ich wünsche dir viel Freude und Inspiration beim Lauschen. Ich freue mich riesig über Kommentare (z.B. auf Instagram @kreativetransformation), in denen Du teilst, was Dich in dieser Folge berührt hat. Ich freue mich sehr, dass wir verbunden sind!

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