#109 Die Schattenseiten der Abgrenzung

Transformations - Inspiration

Ich habe in den vorangegangenen Folgen und immer einmal wieder über Abgrenzung in gelingender Form gesprochen... 

 

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In dieser Folge erfährst Du:

  • dass es in der Abgrenzungsthematik zwei Seiten der Medaille gibt
  • was der Preis für zu starke oder nicht gelingende Abgrenzung ist
  • wie unser Nervensystem uns zu schützen versucht
  • was zu tun ist, um in Balance zwischen Verbundenheit und Abgrenzung zu kommen

 

Ich habe darüber gesprochen, wie wichtig es für uns Menschen ist, und besonders für Menschen mit Traumatisierungen in ihrer Biografie, gelingende Abgrenzung zu lernen und zu üben. Und vor allem habe ich über eine mangelnde Abgrenzungsfähigkeit referiert. In dieser Folge möchte ich einmal ein wenig darauf eingehen, was es bedeutet, wenn die Abgrenzungsfähigkeit sozusagen überreguliert ist und wenn wir unter den Symptomen leiden, die eine zu starke Abgrenzung mit sich bringt. Ich möchte in dieser Folge auch darüber sprechen, was eine zu starke Abgrenzung mit unserem Nervensystem zu tun hat, was das vielleicht mit Dissoziation zu tun hat und in welchen Facetten sich das auch in unserer Gesellschaft widerspiegelt. Ich hoffe, dass es dir gut geht in diesem Moment, den du zum Lauschen für dich ausgewählt hast, und ich lade dich ein, es dir bequem zu machen und dir einen ungestörten Moment zu schenken. Ich wünsche dir viel Freude und Inspiration beim Lauschen.

Abgrenzungsthematik

Wenn man Menschen befragt, wie es ihnen mit dem Thema Abgrenzung geht, dann bekommt man zuallermeist Antworten, die in die Richtung gehen, dass Abgrenzung ein Thema ist, was schwierig ist, weil es einem schwer fällt sich abzugrenzen. Weil man Erfahrungen von Grenzverletzungen kennt und weil man Schwierigkeiten hat bspw. für sich einzustehen, eigene Grenzen zu kommunizieren, manchmal vielleicht sie überhaupt zu spüren und sich dementsprechend die Grenzverletzungen im Leben immer wieder wiederholen. Dieses Phänomen oder Schwierigkeiten dieser Art, sind sehr vielen Menschen vertraut. Wenn du die vorangegangenen Folgen gehört hast, dann hast du da auch von mir gehört, dass das unter Umständen viel mit frühen Traumatisierungen oder schweren Prägungen/Erfahrungen zu tun haben kann, die sich auf die Bindungsebene ausgewirkt haben. Gar nicht selten, aber weniger im Bewusstsein, sind die Facetten der Abgrenzungsthematik, in denen oder bei denen Menschen darunter leiden, dass es ihnen schwerfällt, sich nicht zu stark abzugrenzen. Vielleicht wird das seltener als ein Abgrenzungsthema definiert, sondern eher als ein weniger stark ausgeprägtes Bedürfnis nach sozialer Interaktion verstanden. Manche Menschen werden vielleicht als EinzelgängerInnen tituliert oder als schüchtern und sehr introvertiert. Es gibt viele Möglichkeiten, diesem Phänomen oder diesen Ausdrucksfacetten unterschiedliche Namen zu geben. Ich möchte es heute einmal Abgrenzungsthematik nennen.

Verstärkte Abgrenzung als Schutzstrategie

Es gibt immer wieder Klientinnen und Klienten, die mir berichten, wie schwer es ihnen fällt, in Verbindung zu gehen und dass sie eben nicht so überengagiert, angepasst oder gefällig sind, um Verbindung zu stiften, sondern dass sie das gar nicht hinkriegen. Dass sie also beispielsweise so etwas erleben wie das Gefühl, am sichersten und entspanntesten zu sein, wenn sie allein sind. Wenn sie also eine Grenze um sich herum etablieren und dadurch einen sicheren inneren Ort oder einen sicheren äußeren Ort für sich kreieren und dadurch der Gefahr aus dem Weg gehen, von einem Menschen eine Grenzüberschreitung zu erfahren. Dass der Rückzug, bspw. in die Einsamkeit in Form einer Abgrenzung nach außen, eine Schutzstrategie darstellt. Diese Form des Schutzes ist quasi die andere Seite der Medaille, die wir so häufig antreffen. Nämlich die Seite der Medaille, wo Menschen sich überangepasst, sehr stark engagieren, sich selbst sehr zurücknehmen, um Verbindung halten oder spüren zu können, um möglichst sicher zu sein in einer Verbindung oder unter Menschen, um möglichst keine Fehler zu machen, um möglichst gemocht zu werden, um möglichst Harmonie zu erleben. Diese Seite der Medaille ist uns irgendwie, zumindest den meisten Menschen, klarer. Die andere Seite der Medaille, die ich gerade angefangen habe zu beschreiben, wo Rückzug, Isolation und verstärkte Abgrenzung zur Sicherheitsstiftung dienen, wird oft vergessen. Vielleicht einfach auch deswegen, weil wir diese Menschen nicht so deutlich sehen. Weil diese Menschen vielleicht nicht mit uns, auch mit uns Therapeuten, in Kontakt treten. Die Betroffenen unter den Lauschenden Menschen hier werden jetzt gerade spüren, dass sie gemeint sind. Ich weiß aus Erzählungen von Klientinnen und Klienten, was für ein schwieriger Weg es ist, aus einer Isolation, aus einem Rückzug der schützen soll, herauszukommen in die Verbindung.

Vermeidungsstrategien und der Preis dafür

Man kann diese Form der Schutzstrategie über Abgrenzung und auch Vermeidung, vielleicht auch in verschiedenen Bindungsmustern sehen. Es gibt zahlreiche Menschen unter uns, die Verbindung in Form von Beziehung vermeiden, aus der Angst heraus, erneut verletzt zu werden...

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Shownotes:

 

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