#101 Wohin mit meinem Schuldgefühl?

Transformations - Inspiration

Diese heutige Folge ist eine Folge, die ich mal wieder aus den verschiedensten Zuschriften heraus "eingedampft" habe. Es ist ein Destillat von vielen Fragen, rund um das Thema Schuldgefühle...

 

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In dieser Folge erfährst Du: 

  • welche Dynamik Schuldgefühle durch die Weitergabe von Trauma entwickeln können
  • wie ein Schuldgefühl toxisch werden kann
  • was die Täter-Opfer-Umkehr mit diesem Thema zutun hat
  • welche Rolle Vergebung spielt
  • dass Verantwortungsbewusstsein ein Schlüssel zur Heilung ist

 

Es soll in dieser Folge nicht um das Thema Schuld gehen und die Dynamik von Schuld und Schulgefühl, sondern um die Frage, was mache ich mit einem Schuldgefühl, wenn ich das Gefühl habe schuldig zu sein? Es wird darum gehen, wie wir mit einer eigenen Schuld und dem dazugehörigen Schuldgefühl umgehen können. Ich möchte in dieser Folge etwas darüber sagen und wie wir mit Schuldgefühlen umgehen können, wie wir mit der Last einer sogenannten Schuld umgehen können. Es soll auch darum gehen, was für Tücken ein Schuldgefühl bereithält, in was für Fallstricken wir uns verheddern können, wie wir uns selbst damit das Leben übermäßig schwermachen können und wie eine gewisse Toxizität in diesem Gefühl schlummern kann. Ich möchte gerne einige Beispiele nennen, anhand derer ich all das beschreibe. Selbstverständlich tue ich das aus der traumatherapeutischen Perspektive. Dem Thema Schuldgefühle möchte ich mich wie gesagt zuwenden, weil ich dazu einige Zuschriften erhalten habe und auch an meiner Facebookgruppe, der Transformationsinsel, hierzu immer wieder Fragen auftauchen. Vor allem im Bezug auf die Weitergabe von eigenen Traumatisierungen an die eigenen Kinder, was zu einem schweren Schuldgefühl führen kann. Bevor du dieser Folge lauschst, möchte ich dich einladen eine andere Folge anzuhören, die sich mit dem Thema Schuld und Trauma schon befasst und in der ich einiges wirklich relevantes zum Thema Schuld und der Psychodynamik von Schuld beschreibe. In Folge #77 spreche ich über die Grundfunktion eines Schuldgefühls, über die gesellschaftliche Relevanz und auch über solche Themen wie die Manipulation durch Schuldgefühle, kollektive Schuld, Täter-Opfer-Umkehr und lauter wichtige Dinge. Unter anderem auch über Schuld als frühe Prägung. Es ist hilfreich, das vor dieser Folge zu hören. Ich mag dich also herzlich einladen hier zu pausieren und erst einmal Folge #77 zu lauschen.

Um welche Art von Schuld/Schulgefühl geht es hier?

Wenn man das Gefühl hat, Schuld auf sich geladen zu haben, eine Schuld zu tragen, dann ist das eine der quälendsten und grausamsten Empfindungen, die man nur so haben kann. Eine Schuld zu tragen ist ein Gefühl, das einem den Boden unter den Füßen wegziehen kann und das Gefühl geben kann, die eigene Existenzberechtigung verloren zu haben. Ein Schuldgefühl ist also etwas existenzielles und es ist etwas, was sehr, sehr stark die Beziehung zu den Personen, oder der Person betrifft, gegenüber der wir uns schuldig fühlen. Das ist am Anfang wichtig noch einmal zu betonen. Denn ein Schuldgefühl ist definitiv nichts, was wir entscheiden können, nicht mehr zu haben. Schuldgefühle sind so intensiv, dass wir uns ihnen wirklich zuwenden müssen, damit wir sie transformieren können. Schuldgefühle sind auch sehr schwer zu verdrängen. Sie wirken in der unterbewussten Ebene, oder im Untergrund auf einer starken Art, sodass wir, wenn wir ein Schuldgefühl verdrängen, das deutlich spüren können in der Beziehungsdynamik mit den betroffenen Menschen. Die Ebenbürtigkeit geht verloren. Die innere Freiheit ist total eingeschränkt. Das eigene Selbstwertgefühl ist schwer betroffen und eine existenzielle Ebene ist hier berührt. In Folge #77 habe ich darüber gesprochen wie Trauma und Schuldgefühle zusammenhängen und wie relevant die frühen Prägungen sind in unserem Empfinden und in unserer Beziehung zu Schuld und schuldhaften Handlungen. Ich möchte hier an dieser Stelle noch einmal eine Differenzierung einführen, bzw. eine Definition. Ich möchte klar benennen, was ich meine, wenn ich hier jetzt von Schuld spreche. Von Schuld spreche ich in dem Moment, wenn ich einem anderen Menschen ein Leid zugefügt habe, was ihn versehrt hat. Dann empfinde ich ein Schuldgefühl, das eine gewisse Berechtigung hat. Ich spreche hier jetzt nicht von den Schuldgefühlen, die sich, ich sage es mal "ungerechterweise" ergeben aus frühen Prägungen und aus schuldhafter Verarbeitung von frühen Prägungen, aus Schutzstrategien, die uns schützen sollen vor einem eigenen Gefühl des Opferseins. (All das, was ich in Folge #77 beschrieben habe, davon spreche ich jetzt nicht.) Sondern ich spreche von dem Schuldgefühl, was sich ergibt aus einer Tatsache, dass jemand anderes durch mein Dasein, meine Handlung, mein Verhalten zum Opfer wurde, bzw. leidet und Schmerz empfindet.

Arten von Schuldgefühlen

Hier möchte ich einige Beispiele aufzählen, auf die ich später teilweise genauer eingehen werde, um zu erklären worum es geht. Es gibt gute Gründe sich schuldig zu fühlen, wenn jemand anderes durch einen selbst Schmerz erleidet. Man möchte das natürlich nicht, es sei denn man ist sadistisch veranlagt, das ist aber vermutlich niemand von den Zuhörer*innen hier. Hier ein paar Beispiele aus meiner Praxis, also aus dem Leben: Es gibt Schuldgefühle gegenüber Schwächeren, wenn wir beispielsweise eine Überlebensschuld fühlen. Vielleicht ist ein Zwilling im Mutterleib gestorben und man selbst hat überlebt. Vielleicht hat man ein Schuldgefühl gegenüber einem Geschwisterkind, das noch härter von den Eltern bestraft wurde und das vielleicht heute viel geschwächter und versehrter im Leben steht...

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Shownotes:

 

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