#93 Abgrenzung und Verbundenheit

Transformations - Inspiration

Das Thema Abgrenzung ist wohl ein Thema, das ziemlich viele Menschen auf diesem Planeten immer wieder oder vielleicht dauerhaft in verschiedenen Facetten beschäftigt...

 

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In dieser Folge erfährst Du: 

  • was Abgrenzung bedeutet
  • was eine gelingende Abgrenzung voraussetzt
  • was Bindungs- und Entwicklungstrauma damit zu tun haben
  • wie du erkennst ob du mit dir selbst verbunden bist
  • was du tun kannst, damit Abgrenzung gelingt

 

Ich denke, das liegt auch daran, dass besonders feinfühlige Menschen mit dem Thema eigene Grenzen und "Abgrenzung" häufig nicht ganz so unbefangen umgehen können, wie Menschen, die vielleicht nicht ganz so viel von ihrer Umwelt mitbekommen. Aus meiner Perspektive betrifft oder berührt das Thema Abgrenzung sehr viele Aspekte. Es berührt den Bereich der Hochsensibilität, es berührt selbstverständlich auch hier und da den Bereich der Traumafolgen und dementsprechend berührt es auch den Bereich früher Prägungen. Schwierigkeiten mit dem Thema Abgrenzung spiegeln sich in allen Bereichen des Lebens wider. Vor allem in Beziehungen, sowohl zu Partnerinnen und Partnern, aber auch zu Kolleginnen und Kollegen, Vorgesetzten und allen möglichen Menschen, mit denen man beruflich zu tun hat. Selbstverständlich betrifft es auch Freundschaften und nicht selten auch den Bereich der Beziehung zu den eigenen Kindern und Eltern. In meiner Praxis treffe ich seit vielen Jahren sehr viele Menschen, die sich mit dem Thema Abgrenzung in einer großen Herausforderung wiederfinden. Dinge, die ich dann beschrieben bekomme, sind die unterschiedlichsten Auswirkungen von mehr oder weniger dauerhaften Grenzverletzungen und Grenzüberschreitungen. Oft ist das Erleben verbunden mit Ohnmacht und Hilflosigkeit. Ganz häufig auch mit Gefühlen der Abhängigkeit und der fehlenden Selbstbestimmung, Autonomie oder Freiheit. Leider ist das häufig verbunden mit einem echten Leiden, mit sehr destruktiven, unguten Mustern, die immer wieder zu tiefen Verletzungen und auch zur Reinszenierung von alten Situationen und Verletzungen führen. Ich möchte versuchen, in dieser Folge einiges Hilfreiches zusammenzufassen, was hier unterstützend sein kann, um derartige Muster zu transformieren.

Meine Definition von Abgrenzung

In meinem Verständnis, nach meiner Erfahrung, bedeutet Abgrenzung/sich abgrenzen können, bei sich sein und gleichzeitig verbunden sein mit einem anderen. Abgrenzung bedeutet, bei sich zu sein, während man verbunden ist. Das klingt vielleicht erstmal paradox, aber du wirst sehen und vielleicht schon jetzt spüren, vielleicht ist dir das sofort klar, dass das kein Widerspruch ist. Das bedeutet, in der Folge, dass eine Voraussetzung für Abgrenzung ist, mit sich selbst verbunden zu sein. Hier liegt eigentlich der Hase im Pfeffer, hier ist des Pudels Kern (um ein paar liebe Tiere zu bemühen). An dieser Stelle mag ich dich einmal wieder auf eine ältere Podcastfolge hinweisen, die sehr unterstützend sein kann, um dieses Thema zu begreifen. Die Folge heißt „Verbundenheit und Trauma“, du findest sie in den Shownotes verlinkt.

Unverbundenheit als Folge früher Prägung

Die Voraussetzung für gelingende Abgrenzung ist die Verbundenheit mit sich selbst. Die Art und Weise, wie wir mit uns selbst verbunden sind, hat unglaublich viel mit unseren frühen Prägungen zu tun. Eine Hauptfolge frühkindlicher Traumatisierung, besonders von Entwicklungs- oder Bindungstrauma ist die schwere Beeinträchtigung der Verbundenheit zu uns selbst. Ich mag das gerne an einem Beispiel beschreiben. Wenn ein Kind in seinem Umfeld einen Mangel an Bindungssicherheit erfährt, wenn also die Bezugspersonen nicht zuverlässig da sind, emotional und/oder körperlich, dann wird ein Grundbedürfnis dieses Kindes nicht erfüllt. Ganz einfach gesagt, das kennst du von mir schon, das Grundbedürfnis nach Sicherheit und Geborgenheit. Anders gesagt, das Grundbedürfnis nach Verbundenheit. Wenn ein Kind in einem solchen Umstand aufwächst, dann ist dieses Kind in seinem eigenen Erleben, in einer Notsituation, in einem großen Stress. Da Kinder in ihren frühen Jahren sehr darauf angewiesen sind, von ihren Bezugspersonen Co-Reguliert zu werden, sind sie also sehr angewiesen auf Verbundenheit, auf ein versorgt werden, das feinfühlig und zugewandt, also verbunden ist. Wenn das nicht gelingt, wenn das einem Kind nicht zur Verfügung steht, dann muss das Kind einen Überlebensmechanismus entwickeln, eine Strategie, um diese Sicherheit selbst irgendwie zu generieren. Infolgedessen wird das betroffene Kind all seine Energie und seine ganze Wahrnehmung darauf ausrichten, herauszufinden, wie es sich verhalten muss und was es tun muss, um der Bezugsperson nahe zu sein und so etwas wie Verbundenheit, Kontakt oder Nähe spüren zu können. Das bedeutet anders ausgedrückt, dass das Kind sich mit all seinen Antennen gewissermaßen auf die Erwachsene Bezugsperson ausrichtet und dadurch in der Folge von der Wahrnehmung für sich selbst ein Stück abrückt. Das Kind muss also einen Großteil seiner Lebensenergie darauf verwenden, im Außen zu sein...

...wenn du mehr erfahren möchtest, Lausche meinem Podcast auf YouTube, Spotify oder iTunes.

 

Shownotes:

 

 

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Ich wünsche dir viel Freude und Inspiration beim Lauschen. Ich freue mich riesig über Kommentare (z.B. auf Instagram @kreativetransformation), in denen Du teilst, was Dich in dieser Folge berührt hat. Ich freue mich sehr, dass wir verbunden sind!

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