#88 Überlebensstrategien und wahrhaftige Wünsche 

Transformations - Inspiration

Ich finde die Frage, die meine Hörerin gestellt hat, wirklich sehr interessant. Die Frage, wie man einen Unterschied herausfinden kann, zwischen Überlebensstrategien mit den sich daraus entwickelnden Wünschen, Lebenskonzepten, vielleicht sogar Lebenswegen und wahrhaftigen Wünschen...

 

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In dieser Folge erfährst Du: 

  • wie es dazu kommen kann, dass man sich von sich selbst entfremdet
  • dass sich Überlebensstrategien aus frühem Trauma entwickeln
  • dass Potenziale und Wünsche Raum brauchen, um sich zu entwickeln
  • dass es nie zu spät ist, um sich seiner eigenen Wahrhaftigkeit zu nähern

Wie du wahrhaftige Wünsche von Überlebensstrategien entkoppelst

Die Frage, wie es gelingen kann, heraus zu spüren und ganz klar darüber zu werden, was man wirklich, wirklich will. Ich finde diese Frage auch deswegen so interessant, weil sie direkt zeigt, wie sehr wir uns als Menschen im Laufe unseres Lebens von unserem inneren, wahren Impuls, von der Quelle unserer Klarheit, von der Wahrhaftigkeit, die unserer Natur inne liegt entfernen können. Es ist erstaunlich, dass wir diese Frage stellen müssen als erwachsene Menschen- diese Frage nach dem wahrhaftigen Wunsch, nach dem was man eigentlich wirklich will. Die Frage nach dem, was hinter diesem Leben, was man führt, eigentlich für Potenziale warten. Diese Frage sagt so viel, nicht nur über meine Hörerin, sondern über uns als Gesellschaft, als Menschen, die in eine Gesellschaft eingebunden sind. Sie sagt sehr viel darüber aus, was Traumafolgen oder Folgen aus sehr starken Prägungen aus der frühen Kindheit für Wirkungen auf uns haben können.

Selbstentfremdung

In meiner psychotherapeutischen, traumatherapeutischen Praxis höre ich derartige Fragen häufiger. In unterschiedlichsten Ausführungen aber im Grunde immer aus der gleichen Triebfeder heraus gestellt. Wenn ein Mensch sich in die Situation begibt, sich die Frage zu stellen: „Was ist eigentlich wirklich authentisch? Was gehört wirklich zu mir? Was wäre ein wirklicher Herzenswunsch, eine authentische, wahrhaftige Sehnsucht?“, dann ist er in seinem Leben an einem Punkt angekommen, wo er spürt, dass eine gewisse Entfremdung von sich selbst stattgefunden hat. Diese Frage zu stellen zeigt also einen starken Entwicklungsmoment an. Einen Moment, in dem eine Person fühlt, dass das, was sie vielleicht schon sehr lange und ganz selbstverständlich lebt, wofür sie vielleicht sogar viele Opfer gebracht hat, bspw. ein Berufsleben mit Karriere, eigentlich nicht ihrem wahren, tiefen Herzenswunsch entspringt. Oftmals merken das Menschen an einer wachsenden Unzufriedenheit, an dem Gefühl, irgendwie nicht auf dem richtigen, nicht auf dem eigenen Weg unterwegs zu sein. Das Gefühl der wachsenden Unzufriedenheit drückt sich auch manchmal in solchen Empfindungen wie einem Abgeschnittensein von der eigenen Klarheit aus. Da ist zwar diese Unzufriedenheit, aber es gibt keinen klaren Impuls, was zu verändern wäre. Vielleicht ist man sehr involviert und ganz gut eingerastet in diesem Leben, das man schon lange führt. Gewohnheiten regieren den Alltag und es ist tatsächlich normal das zu tun, was man schon lange tut. Ein weiteres Phänomen im Bezug auf diese Unzufriedenheit oder Entfremdung, das ich von einigen Klienten schon gehört habe, äußert sich folgendermaßen. Es ist das Gefühl, oder die Bewertung da, dass eigentlich alles gut ist. Dass doch eigentlich alles prima läuft, nach Plan, vielleicht sogar ein bisschen besser als nach Plan, aber dass das nicht wirklich gefühlt wird. Dass nicht die Emotion dazu da ist: die Zufriedenheit. „Es ist eigentlich alles gut, aber ich fühle es nicht, dass es gut ist.“ Dieses Erleben ist übrigens nicht selten und ich habe schon einige Menschen ziemlich verzweifelt in diesem Erleben erlebt. Denn es ist verbunden mit Gefühlen der Ohnmacht und der mangelnden Wirksamkeit, da man sich selbst in diesem Moment nicht versteht. Hier sei also nochmal erwähnt, wenn sich eine innere Unzufriedenheit bemerkbar macht, dann ist das nicht nur das Zeichen dafür, dass etwas im Leben nicht optimal läuft, sondern es ist vor allem Ausdruck davon und Zeichen dafür, dass im Inneren ein Wachstumsprozess bereits begonnen hat und jetzt langsam die Umsetzung wünscht.

Authentische Wünsche brauchen Raum

Wie kann es überhaupt dazu kommen, dass man sich so sehr von sich selbst entfremdet und ein Leben lebt, das am eigenen Wahrhaftigsein ein Stück weit vorbeigeht? Um authentische Wünsche und Ziele haben zu können, braucht es einen Raum, in dem sie sich entwickeln können. Lass uns hier einen Blick in die frühen Jahre des Menschen werfen. Dieser Raum, eigene Wünsche und Ziele entwickeln zu können, ist dann da, wenn das Umfeld für ein Kind unterstützend und fördernd ist. Wenn du die vorangegangene Podcastfolge zu Autonomie und Bindung gehört hast, dann werden dir hier jetzt vielleicht schon so manche Verknüpfungen einfallen. Um eigene Wünsche entwickeln zu können, muss es gestattet sein, sich autonom zu fühlen. Es muss also ein Umfeld da sein, das es erlaubt und das es fördert, dass man eigene Wünsche, die natürlich aus eigenen Bedürfnissen heraus entstehen, entwickeln kann. Ein eigenes Ziel zu haben bedeutet für ein Kind, sich mit seiner eigenen Energie und dem eigenen Wunsch nach Umsetzung auf etwas zuzubewegen. Ein eigenes Ziel zu erreichen bedeutet das Erleben von Selbstwirksamkeit. All das sind so wichtige Aspekte für eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung hin zu einem Menschen der autonom sein kann, der seine Autonomiebestrebungen und Bedürfnisse leben kann, während er sich wohl und sicher verbunden fühlt. Das bedeutet anders gesagt, dass für Menschen mit frühem Trauma oder Entwicklungstrauma, für Menschen mit Bindungstrauma, dieser Raum für Entwicklung nicht gegeben war oder nicht in dem Ausmaße gegeben war, dass sich genau das solide, leicht und freudvoll entwickeln konnte.

Das Entwickeln von Überlebensstrategien…

Was sich stattdessen in einem solchen Umfeld entwickelt, sind Überlebensstrategien. In einem unsicheren Umfeld, in dem Angst, Anspannung und auch Not regieren, ist kein Raum für entspannte Entwicklung. In einem solchen Raum erlebt sich ein Kind unter einem dauerhaften Stress. Stress bedeutet für Kinder die Abwesenheit von Sicherheit, insbesondere traumatischer Stress. Sicherheit ist für ein kindliches Wesen das höchste Ziel. Gebunden zu sein ist das höchste Ziel. In der Bindung Sicherheit zu erleben gehört auch zu den höchsten Zielen. Dazu gehört auch das Gefühl geliebt zu sein und vielleicht sogar überhaupt sein zu dürfen. Wenn all das nicht so selbstverständlich gegeben ist, entwickelt ein Kind selbstverständlich Überlebensstrategien. Hochintelligent, hochfunktional und mit aller Energie. Ein Kind hat nicht die Möglichkeit, sich einen Teil seiner Energie aufzusparen, um diesen dafür zu reservieren sich doch noch so zu entwickeln wie es sich authentisch entwickeln würde. Ein Kind, das unter Stress leidet, investiert all seine Energie und Lebenskraft in das Kreieren von Sicherheit. Wenn man Überlebensstrategien entwickeln musste, dann ist das das, was man richtig tief und gut und immer wieder gelernt hat. Das heißt anders gesagt, dass es in der Psyche eines solchen Kindes, und oft auch des daraus erwachsenen Erwachsenen Menschen, keine innere Bestrebung gibt, etwas eigenes zu kreieren, einen eigenen Wunsch zu entwickeln, überhaupt ein eigenes Bedürfnis zu kommunizieren. Denn das innere Programm, die innere tiefe Prägung ist darauf ausgelegt, Sicherheit zu kreieren. Die klassischen Muster, um Sicherheit zu kreieren sind die, die du auch schon häufiger von mir beschrieben bekommen hast. Zum Beispiel sich anpassen, gefallen wollen, eigene Bedürfnisse zurückstellen oder gar keine eigenen Bedürfnisse ins Bewusstsein einlassen. Die Überlebensstrategien, von denen ich gerade spreche, stellen eine psychische Hochleistung dar, besonders der kindlichen Psyche. Eine Hochleistung der Anpassung. Kinder, die Überlebensstrategien entwickeln müssen, um Sicherheit in ihrem Umfeld und ihrem Erleben zu kreieren, sind sehr darauf ausgerichtet, den anderen gut wahrzunehmen. Sie sind mit ihrer Energie und mit ihrer Wahrnehmung sehr auf den anderen ausgerichtet und mit all ihren Antennen dabei, den anderen zu fühlen, um ihn berechnen zu können und davon ableiten zu können, welche Strategie oder welches Verhaltensmuster sie am besten jetzt an den Tag legen. Das bedeutet auch, dass in der Prägung und dem Muster, das aus Entwicklungs- und Bindungstrauma oder frühem Trauma herrührt, vollkommen enthalten ist, für die eigene innere Regung nicht sehr empfänglich zu sein. Es ist enthalten, in den Überlebensstrategien, die total gut geübt sind, nicht wahrzunehmen und nicht ins Bewusstsein zu lassen, was das eigentliche eigene Bedürfnis wäre.

…anhand von Beispielen

Ich drücke das hier einmal an einem ziemlich drastischen Beispiel aus. Nehmen wir an, ein kleines Mädchen hat eine Mutter, die emotional instabil ist und an einer Alkoholsucht leidet. Diese Mutter ist emotional nicht zuverlässig verfügbar und auch wenn sie ein furchtbar lieber Mensch ist, ist sie nicht in der Lage, ihr Kind so zu versorgen, dass das kleine Mädchen Sicherheit empfindet. Das kleine Mädchen wird also früh lernen, die Stimmungen und Zustände der Mutter zu lesen und sich daraufhin entsprechend zu verhalten. Entweder brav und angepasst oder vielleicht sogar fürsorglich und an der Stelle der Mutter mit Verantwortung beladen. Stell dir vor, die kleine war bei einer Freundin auf einem Kindergeburtstag eingeladen. Die Mädels haben einen wunderschönen Nachmittag auf einem Ponyhof verbracht. Daraufhin entwickelt sich bei dem kleinen Mädchen ein heißer, inniger, brennender Wunsch, nochmal zu den Ponys zu gehen, vielleicht sogar selbst reiten zu lernen. Häufiger bei Ponys zu sein und in Kontakt zu sein mit diesem wunderschönen, freudvollen Erleben. Das kleine Mädchen hätte ursprünglich den Impuls, das der Mutter einfach herauszusprudeln und es ihr mitzuteilen, das eigene Bedürfnis, den eigenen Wunsch, das eigene Ziel. Nun wird aber das Mädchen beim Nachhausekommen von diesem Geburtstagsfest seine Mutter in einem nicht so offenherzigen Zustand vorfinden, sondern in einer tief traurigen Stimmung und vielleicht sogar alkoholisiert. Diese Situation wird in diesem Kind augenblicklich die Strategie, die Struktur, das Verhaltensmuster heraufrufen, also triggern bzw. auslösen, das das Kind üblicherweise in dieser Situation anwendet, um stabilisierend zu sein. Es ist an dieser Stelle nicht gesagt, dass die Mutter für den Wunsch des Kindes grundsätzlich nicht empfänglich gewesen wäre, aber es ist mit Sicherheit gesagt, dass das Kind erlebt, dass es in diesem Raum keinen Platz für seinen Wunsch, für sein Bedürfnis, für sein Ziel gibt. Aus dem einfachen und doch schweren Grund, dass das höchste Bedürfnis hier wieder das Bedürfnis der Sicherheit ist. Nehmen wir noch, in einem anderen Beispiel, einmal an, dass ein kleiner Junge in einem Elternhaus wohnt, in dem die eigenen Bedürfnisse und Wünsche dieses kleinen Jungen einfach nicht ernst genommen werden. Mutter, Vater oder beide leben ein inneres Konzept, das sehr leistungsorientiert ist und in dem die erzielte Leistung für die Eltern das höchste Gut, das höchste Ziel ist, was die Kinder zu erfüllen hätten. Der kleine Junge hat Bedürfnisse und Wünsche, die er immer wieder einmal noch äußert und er wird immer wieder mit diesen Wünschen zurückgewiesen. Was er sich eigentlich erlauben würde, was er für Flausen im Kopf hätte, ob er nicht wüsste, dass der dafür bessere Noten bräuchte und dergleichen mehr. Das wäre ein Umfeld, in dem die Atmosphäre nicht ausdrücken würde, dass es ein Recht ist, dass es angemessen ist und gesund ist, eigene Wünsche und Bedürfnisse zu haben. Mit einer solchen Prägung bekommt ein Kind, ein Mensch mitgeteilt, dass es anmaßend und ungerechtfertigt ist, eigene Bedürfnisse und Wünsche zu haben, ergo so zu sein, wie man eigentlich ist. Ich könnte hier noch zahlreiche Beispiele anfügen und ich vermute du spürst schon, worauf ich hinaus will. Ganz einfach gesagt, wenn man gelernt hat, dass Sicherheit zu kreieren das höchste Ziel ist, wenn man Überlebensstrategien lernen musste, statt Raum zu haben um sich zu entwickeln, dann ist es in der Folge schwierig, das eigene, das authentische, das was man wirklich, wirklich will zu erspüren und zu entdecken. Wenn ich sage es ist schwierig, sage ich nicht es ist unmöglich, ich sage lediglich es ist eine große Aufgabe.

Was du tun kannst, um wieder in mehr innere Verbundenheit zu kommen

Nun mag ich also dahin kommen ein paar Inspirationen zu teilen, was helfen kann, um die eignen authentischen Wünsche, Visionen und Ziele zu finden, zu spüren, zu entwickeln, ihnen Raum zu geben und das eigene Leben immer mehr so zu gestalten, dass es eben wahrhaftig ist. Was kannst du also tun, wenn du von diesem Phänomen betroffen bist? Als erstes würde ich gerne dazu einladen, selbst einen inneren Raum zu schaffen, in dem das erlaubt ist. Also genau den Raum zu schaffen, den es früher nicht gab. Hier sind wir wieder bei einem Prinzip der Traumaheilung oder überhaupt Heilung, dass wir das, was wir früher nicht hatten, in uns selbst so gut es nur irgend geht kreieren sollten, um Heilung entstehen lassen zu können. Es geht auch hier einmal wieder um das Kreieren von einer inneren Verbundenheit, die es ermöglicht, Selbstsicherheit zu gestalten, also eine eigene innere Sicherheit, die dann wiederum eine eigene innere und äußere Autonomie gestattet. Es geht darum, das eigene Nervensystem, das eigene innere Erleben selbst so regulieren zu können, dass dieser Raum überhaupt entstehen kann. Wenn der innere Raum so eng ist, dass wir bei jeder Stressreaktion aus ihm rausfliegen, dann ist er einfach zu klein, als dass sich darin schöne Dinge entwickeln können. Hierzu dient dir alles, was du vielleicht schon in vorangegangenen Podcasts von mir gehört hast. Alles war zur Nervensystemregulation gehört hast, alles was zu Ressourcen gehört, zu deiner Stärkung dient und was dich einfach unterstützt, mit dir in einem angenehmen und wohltuenden Kontakt zu sein. Dazu gehört natürlich dann auch, in einem weiteren Schritt, vielleicht mag das auch der erste Schritt sein, dass du dir deiner Glaubenssätze, deiner Überzeugungen und auch deiner Selbstbilder bewusst wirst, die bisher deinen Zugang zu deiner Wahrhaftigkeit oder deinen wahrhaftigen Wünschen versperrt haben. Das könnten solche Dinge sein wie „Ich habe es nicht verdient…“, „Es steht mir nicht zu…“, „Das und jenes darf ich nicht...“, „Ich muss dies und das…“. Finde heraus: was hast du an Prägungen mitgenommen die du auf dich, deine Existenz, deine Bewegungs- und Entwicklungsfreiheit in deinem Leben beziehst. Vielleicht gibt es auch Selbstbilder, die so klingen wie „Ich bin eine liebe Person. Ich bin eine brave Person. Ich bin eine unkomplizierte Person“. Vielleicht stimmt das nicht, vielleicht bist du neben dem, dass du liebenswert bist, eigentlich eine Rebellin oder ein Rebell, jemand der Veränderung anstoßen mag. Jemand der die Kraft hat, etwas zu verändern, was nicht immer mit lieb und brav sein zusammenpasst. Also geh auf die Suche nach Glaubenssätzen, Überzeugungen und Selbstbildern, die du aus deiner Vergangenheit mitgenommen hast. Auch Überzeugungen im Bezug auf die Welt, was möglich ist und was nicht möglich ist zum Beispiel. Was machbar ist und was nicht.

Es ist nie zu spät, etwas zu verändern!

Vielleicht gibt es solche Überzeugungen, dass man mit Anfang 50 keine so großen Veränderungen mehr leben könnte. Ich sage dir hier ganz frech - was für ein Quatsch! Für Veränderungen, die wahrhaftig sind, für Veränderungen die heilsam und wohltuend sind ist es nie zu spät, bist du nie zu alt oder zu jung, bist du nie zu klein, zu dick, zu dünn, zu doof, zu schlau, zu was auch immer. Veränderungen, die aus deiner wahrhaftigen Mitte entspringen wollen und von dort aus entstehen wollen, für die ist immer Platz. Sie haben immer ihre Berechtigung und sie haben auch immer eine Kraft, die sich entfalten mag. Da möchte ich noch hinzufügen, dass du dir natürlich sehr guttun kannst, wenn du mit inneren Anteilen arbeitest. Wenn du dich also zum Beispiel fragst, welche Anteile von dir diese unauthentischen Wünsche nach wie vor erfüllen. Sind das vielleicht innere Kindanteile, die immer noch brav und angepasst leben wollen, weil sie damit Sicherheit kreieren? Finde etwas über die inneren Anteile heraus, die in unterschiedlichen Strategien aktiv sind und sich ausleben.

Frage dich wozu (nicht warum)?

Es ist so wichtig, dass du herausfindest, wozu du gewisse Dinge tust. Wozu bist du immer noch in dem Job, der dich nicht erfüllt? Wozu hast du immer noch ein gewisses Talent nicht in den Ausdruck gebracht, in die Entfaltung? Nicht Warum tust du es nicht, sondern wozu tust du es nicht? Was würde passieren, wenn du es tust? Welche Veränderung würde stattfinden, wenn du es tust? Wozu tust du das noch, was du tust? Bist du immer noch dabei, Sicherheit zu kreieren, die du heute vielleicht gar nicht mehr brauchst? Wozu tust du das, was du heute tust immer noch? Tust du es immer noch, um Konflikte zu vermeiden? Oder um eine Beziehung aufrecht zu erhalten? Um eine scheinbare Harmonie aufrecht zu erhalten? Tust du gewissen Dinge immer noch, um geliebt zu werden, dazuzugehören, um eine Berechtigung zu haben, da zu sein? Das wären Fragen, die du dir stellen kannst. All diese Antworten, die da kommen, kannst du wunderbar mit der Anteilearbeit bewegen. Dass du dich immer fragst, wer in mir, welcher Anteil von mir agiert das aus? Was für ein Teil meiner Persönlichkeit ist das? Eine kindliche, jugendliche Persönlichkeit? Hier kannst du auf die Suche gehen, forschen, neugierig sein. Was auch immer du herausfindest, der nächste Schritt ist, dich dir und deinen inneren Anteilen zuzuwenden. Wende dich dem in dir zu, was noch so belastet, geprägt, geformt ist und so solide handelt, um zu informieren, was heute los ist. Dass du heute in deinem Leben in einer Situation bist, in der du es dir erlauben kannst, autonome, eigene, wahrhaftige Wünsche zu denken, zu fühlen und sogar zu leben. Natürlich mag ich dich auch einladen, wenn du mit Anteilen arbeiten möchtest, dass du auch auf die innerliche Suche gehst und deinen inneren Kontaktfühler ausstreckst zu den Anteilen, die mit deiner tiefen Wahrhaftigkeit verbunden sind. Mit den Anteilen in dir oder vielleicht einfach mit deinem wahren Wesenskern, der dir ganz klar das Gefühl vermittelt, was du wirklich gerne tun möchtest. Ich möchte dich einladen einen Raum zu schaffen, in dem du deine wahren Wünsche, Ziele, Visionen entwickeln kannst. Den Raum zu schaffen, den es früher in deiner Kindheit für dich vielleicht nicht gab. Je mehr du diesen Raum in dir etablierst, desto weniger musst du Überlebensstrategien weiter, automatisch abfeuern. Dieser Raum gibt dir auch die Möglichkeit, Glaubenssätze, Überzeugung und Selbstbilder zu reflektieren und tief in Kontakt zu gehen mit dem, was du an Prägung so tief und gut und solide gelernt hast. Ich mag dich darüber hinaus einladen mit deinen ressourcenvollen Anteilen zu arbeiten, die vielleicht schon ganz gut verbunden und verknüpft sind mit deiner wahrhaftigen Natur, mit den Wünschen, Visionen und Zielen, die sich daraus ergeben. Und ich mag dich einladen, mit den Anteilen zu arbeiten, die diese Überlebensstrategien noch tragen. Teile ihnen mit, dass heute ein anderes Leben geführt wird, dass du heute diejenige oder derjenige bist, der Sicherheit kreiert und dass es Zeit ist sich sanft und nach und nach in die eigenen, wunderbaren Potenziale zu entfalten.

 

 

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Ich wünsche dir viel Freude und Inspiration beim Lauschen. Ich freue mich riesig über Kommentare (z.B. auf Instagram @kreativetransformation), in denen Du teilst, was Dich in dieser Folge berührt hat. Ich freue mich sehr, dass wir verbunden sind!

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