#82 In Balance durch die Krise

Transformations - Inspiration

Es ist tatsächlich nicht übertrieben zu sagen, dass ich diese Folge in einem ganz besonderen Zeitfenster aufnehme. Wir sind in einer sehr außergewöhnlichen Situation, kollektiv, global...

 

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In dieser Folge erfährst Du: 

  • dass die derzeitige Situation Stressreaktionen auslöst
  • welche Handlungsmuster daraus entstehen
  • wie Trauma in solchen Zeiten wirkt und ob solche Krisen traumatisierend sein können
  • wie wir diese Krise kollektiv und individuell unbeschadet überstehen können
  • was deine Werte damit zu tun haben

 

Es ist tatsächlich nicht übertrieben zu sagen, dass ich diese Folge in einem ganz besonderen Zeitfenster aufnehme. Wir sind in einer sehr außergewöhnlichen Situation, kollektiv, global. Diese ganz besondere Situation birgt enorme Herausforderungen auf unterschiedlichen Ebenen. Herausforderungen sind immer auch Chancen. Ich bin gespannt wie sich diese Folge wohl anhören mag, wenn wir sie nochmal anhören würden in vielleicht einem oder zwei Jahren. Und was wir dann für Erinnerungen haben, an diese Zeit, die jetzt gerade aktuell ist. Was wir jeweils sagen werden, was wir gelernt haben und was wir daraus Wertvolles mitnehmen können. Ich mag dich einladen, dich schon heute zu öffnen für derartige Erkenntnisse, denn es ist eine wichtige Ausrichtung im Inneren, so etwas wie eine Lernbereitschaft zu entwickeln. So etwas wie, auch wenn das vielleicht unangemessen klingt, eine Art Neugierde. Neugierde kann eine wohltuende Distanz bei gleichzeitiger Verbundenheit in diese Situation bringen. Ich werde in dieser Folge nicht auf Fakten oder Daten oder Zahlen zur sogenannten Corona-Krise eingehen. Sondern ich möchte den psychodynamischen Hintergrund unserer kollektiven Herausforderung ein bisschen beleuchten. Ich möchte ganz konkrete Hinweise geben was in dieser speziellen Zeit gut gehen und guttun kann.

Eine neue und einzigartige Situation          

Heute, wo ich diese Folge aufnehme, ist Montag und es wird wird bis zum Erscheinen am Freitag wieder einiges neues geschehen sein. Heute (Montag) ist ein Tag, an dem neue Richtlinien erlassen wurden, die Versammlungsfreiheit und das öffentliche Leben werden sehr stark eingeschränkt. Wie du dir vielleicht vorstellen kannst, erreichen mich in diesen Tagen sehr viele Nachrichten und auch Fragen von Klientinnen und Klienten, von Zuhörerinnen und Zuhörern meiner Podcasts oder auch von Freundinnen und Freunden und Kolleginnen und Kollegen. Irgendwie haben viele, viele, wir alle vielleicht, das Bedürfnis uns auszutauschen, unsere Sichtweisen und unsere Einschätzungen abzugleichen und vielleicht etwas zu hören, was ein wenig Halt, Sicherheit und Orientierung gibt. Die Situation, in der wir uns gerade befinden, zeichnet sich durch einiges aus, was sie sehr besonders macht. Zum Beispiel, dass sie einzigartig und noch nicht gekannt ist. Es gibt keine Referenzen für eine solche Situation, wie wir sie gerade erleben. Das heißt, wir alle lernen gerade etwas Neues und das ist schon außergewöhnlich. Die Situation, in der wir uns befinden, ist eine, die sehr angstbezogen ist. Wir erleben gerade eine kollektive, eine globale Bedrohung, die nicht sichtbar ist. Für die wenigsten von uns ist die Gefahr wirklich sichtbar. Die Menschen, die im Gesundheitswesen arbeiten und die wirklich an der Stelle arbeiten, wo im Grunde das geschieht, was verhindert werden soll, nämlich Menschen krank sind und auch sterben, machen einen sehr kleiner Teil der Bevölkerung aus (und den momentan wohl mit Abstand wichtigsten). Für die allermeisten von uns ist das alles sehr abstrakt, weswegen es sehr schwer fällt eine Einordnung zu finden. Es fehlt also eine Referenz und es ist abstrakt und gleichzeitig ist es intensiv. Denn wir erleben eine starke Fremdbestimmung durch unsere Regierung, durch verschiedene Behörden, die das öffentliche Leben eben nun diktieren oder dirigieren, wie es zu sein hat. All das ist neu, ist ungewohnt, ist schwierig und seltsam. Deswegen reagieren wir auch auf eine ganz spezielle Art und Weise.

Kollektive Stressreaktionen

Das, was geschieht, löst Stress aus. Es ist auch für die Menschen, die immer noch bagatellisieren oder davon ausgehen, dass alle Maßnahmen völlig übertrieben seien, latent eine Bedrohung spürbar. Wir sind Herdentiere, wir sind hochsoziale Wesen und deswegen reagieren wir sehr stark auf so etwas wie Bedrohung, auch wenn sie abstrakt ist. Deswegen vermute ich, dass ist zumindest etwas, was ich beobachte, dass wir im Grunde alle auf eine gewisse Art „aktiviert“ sind. Dass unser Nervensystem, also das Nervensystem eines jeden einzelnen Individuums innerhalb unserer Gesellschaft, gerade irgendwie betroffen ist von dem Geschehen. Wir können das in der Gesellschaft gespiegelt sehen. Es gibt sogenannte Stressreaktionen. Stressreaktionen sind die Reaktionen, die automatisch ablaufen, wenn wir unter Bedrohung stehen. Das ist etwas ganz Unwillkürliches, wie gesagt automatisches, etwas ganz Unbewusstes und im Grunde unserer Biologie und unseren Überlebensmechanismen geschuldet. Stressreaktionen können wir also kollektiv beobachten. Das sind teilweise beeindruckende Bilder die wir da zu sehen bekommen. Wenn du meinen Podcast schon länger verfolgst, weißt du schon etwas über das Nervensystem und Traumatisierungen. Genau das sehen wir auch in dieser Situation. Bedrohung löst eine Stressreaktion aus, die im Grunde zwei, bzw. drei Optionen lässt. Kämpfen, fliehen oder sich totstellen. Das bildet sich in den klassischen oder typischen Reaktionsmustern in unserer Gesellschaft ab. Kämpfen wäre die Variante Hamsterkauf, ganz viel in die Aktivierung zu gehen, starke Emotionen und auch starke Ängste zu entwickeln. Vielleicht auch Wut und Empörung und die Neigung immer mehr Information haben zu wollen, sich auf verschiedensten Kanälen zu informieren und wenn dann wieder eine Sprachnachricht rumgeschickt wird, in der eine neue Erkenntnis aus irgendeiner unbeobachteten und nicht validierten Studie in Umlauf gerät, diese dann natürlich sofort weiterzuschicken. Diese Art Beschäftigung stellt also, wenn man es so will, biologisch und aufs Nervensystem bezogen die Reaktion des Kämpfens dar. Dem gegenüber steht die Reaktion des Fliehens. Hier sehen wir auch interessante Formen. Zum Fliehen gehört zum Beispiel das Bagatellisieren. So zu tun als wäre das alles nicht wirklich schlimm. Dazu gehört auch, so zu tun als wäre man unverwundbar und als wäre nichts, so dass man die Empfehlungen oder inzwischen auch die Verbote ignoriert und sich darüber hinwegsetzt. Man könnte das vielleicht auch dem Kampf einordnen, dieses sich darüber hinwegsetzen, aber im Grunde ist es, nach meinem Empfinden, eine Fluchtreaktion, um der Realität oder zumindest der jetzt vorausgesetzten Realität einer Gefahr, auszuweichen, indem sie einfach nicht für wahr genommen wird. Die Reaktion des Erstarrens ist die, die wir dann erleben, wenn Menschen weder in dem Aktionismus des Kampfes noch in der Aktivität des Bagatellisierens stecken sondern eher in die Erstarrung geraten, also sich nicht mehr bewegen, in die Hilflosigkeit kommen, nur noch darauf reagieren, was sie direkt gesagt kriegen, was sie zu tun hätten und sonst eigentlich keine Ahnung haben, was sie tun. Erstarrungssymptome können auch Symptome der Depressivität oder der Taubheit sein. Vielleicht magst du an dieser Stelle einmal kurz innehalten und einmal für dich nachspüren und prüfen: in welcher dieser Reaktionen bist du am ehesten gerade zuhause. Es muss natürlich nicht sein, dass du in einer Stressreaktion steckst. Aber du kannst dich fragen, wozu neigst du am ehesten? Vielleicht magst du auch einmal nachspüren, wozu deine Familie oder die dir nahestehenden Menschen am ehesten neigen und ob dir das guttut oder ob dich das eher stresst? Vielleicht gehörst du auch zu den Menschen, denen es gelingt, in dieser Situation ihr Nervensystem balanciert zu halten. Das würdest du daran merken, dass du kritisch hinterfragst, was du hörst. Dass du dich schon natürlich auseinandersetzt mit dieser Situation, die wirklich, wie gesagt, so außergewöhnlich ist. Dass du aber gleichzeitig nicht in eine Richtung losrennst oder eben starke Gefühle der Angst empfindest. Ich für meinen Teil erlebe mich in dieser Situation reflektiert, auch in der Selbstbeobachtung. Zunächst habe ich eher bagatellisiert, dann hat mich die Angst ein wenig eingeholt. Unter anderem, weil vor zwei Jahren meine Mutter mit einer schweren Lungenentzündung wirklich ganz schön intensiv krank war und wir uns alle sehr stark gesorgt haben. Ich habe mir vorgestellt, wie es wohl gewesen wäre, wenn wir in diesem Moment gewusst hätten, dass sie möglicherweise unter einer potenziell tödlichen Lungenkrankheit leidet. Diese Gedanken haben mich sehr geängstigt. Dann habe ich mich wieder eingependelt in einer Draufsicht auf diese Situation. Mir persönlich hilft immer das Analysieren, das verstehen wollen und das Betrachten von Reaktionen, von größeren Bewegungen, um mich sicher zu fühlen und um wahrzunehmen, was in meiner Verantwortung liegt und wie ich für mich und diejenigen für die ich Mitverantwortung trage, gut sorgen kann. Das ist nun auch eine Frage, die generell sicherlich hilfreich ist, zu stellen.

Ungewissheit schafft Unsicherheit

Was hilft dir, um Sicherheit zu empfinden? Die Stressreaktionen, die ich gerade beschrieben habe, bringen ja auch automatische Reaktionen hervor. Handlungsmuster, Handlungstendenzen. Jeder neigt so zu einer Tendenz. Zum Beispiel zur Überaktivierung, Kämpfen oder Fliehen oder auch zur Untererregung, was dann eher das Totstellen oder das Kopf in den Sand stecken, das Ausblenden, das nicht fühlen wäre. Alle diese Reaktionen dienen eigentlich in ihrem Ursinn dem Kreieren von einem Sicherheitsgefühl in einer unsicheren Situation. All diese Reaktionen sind quasi normale Reaktionen auf unnormale Ereignisse. Das was wir gerade erleben ist ein unnormales Ereignis, es ist nicht normal, was gerade in der Welt passiert. Wir reagieren, jeder auf seine Weise, gewissermaßen normal darauf. Dieses normal ist aber nicht unbedingt hilfreich. Also normal ist hier gemeint als natürlich, als gesund. Es ist gesund mit einem Abwehrmechanismus, mit einer automatischen Reaktion auf diese Situation zu antworten. Aber es ist nicht unbedingt gesund, in dieser Antwort, in dieser Reaktion zu verharren. Ganz besonders deswegen nicht, weil die gegenwärtige Situation diese sogenannte Krise, nicht innerhalb von den nächsten zwei Wochen, vollkommen durch sein wird. Sondern es wird vermutlich noch Zuspitzungen geben und vor allem einen Rattenschwanz an Folgen haben. Jetzt schon sind manche Menschen und sicherlich auch einige von den lieben Menschen, die hier zuhören gewissermaßen existenziell bedroht, was die Finanzen betrifft. Eine ganze Reihe an Berufsgruppen ist in dieser Krise existenziell bedroht und es gibt noch keine Klarheit darüber wie das weitergehen soll. Das ist natürlich massiv stresserzeugend.

Urvertrauen und Inseln der Sicherheit

Gerade weil die Situation und ihr Ausgang und die nächsten Monate unsicher sind, beziehungsweise mit einer gewissen Ungewissheit überschattet sind, ist es jetzt von größter Bedeutung, dass wir damit bewusst umgehen. Jeder für sich und wir alle gemeinsam, so individuell wie möglich und so gemeinschaftlich wie möglich. Wir können diese Krise individuell und auch gemeinschaftlich am allerbesten meistern und durchstehen, wenn wir Bewusstheit darüber reinbringen, was uns selbst enorm bewegt und was für ungesunde Reaktionsmechanismen wir auf Lager haben. Denn wir werden noch eine Weile in Unsicherheit aushalten und durchhalten müssen. Deswegen brauchen wir Inseln der Sicherheit. Individuell und gemeinschaftlich. Wir brauchen Insel der Sicherheit in denen wir uns in ungewissen Zeiten, gewiss fühlen können, dass es an der Basis keine Bedrohung gibt. Das ist jetzt etwas sehr Wesentliches. Eigentlich spreche ich hier vom Thema Urvertrauen. Ich werde dir in den Shownotes ein Webinar verlinken, was ich vor einer ganzen Weile gehalten habe und auch nochmal eine Podcastfolge, in der es um Urvertrauen geht und die vielleicht ein paar Informationen enthält, die in dieser Situation guttun können. Es ist wichtig, Vertrauen im Inneren zu finden, vielleicht das Urvertrauen im tiefsten Inneren zu aktivieren, um in dieser Situation Mut und Zuversicht schöpfen zu können, dass alles gut ausgehen kann.

Die Krise und Trauma

Hier möchte ich natürlich meinem inneren Ruf und meinem Anliegen folgend und gerecht werdend auch noch einmal das Thema Trauma ansprechen. Zum einen das Thema, ob diese Situation traumatisch sein kann und zum anderen auch das Thema wie Traumafolgen, die man vielleicht trägt, diese Situation, in der man sich jetzt befindet, besonders belasten können. Die Situation, in der wir uns kollektiv befinden, von einem potenziell tödlichen Virus bedroht zu sein, von einer Überlastung des Gesundheitssystems, darauffolgend von einem wirtschaftlichen Zusammenbruch und privaten Konkursen, Insolvenzen bedroht zu sein, hat das Potenzial, traumatisch zu wirken. Je nachdem, wie man individuell die Situation erlebt. Wenn die Situation deine Bewältigungsmechanismen übersteigt, so dass dein Nervensystem dauerhaft übererregt ist und du die Kontrolle über deine Emotionen und dein Erleben verlierst, dann ist die Gefahr groß, dass diese Situation eine Traumafolge hinterlassen wird. Deswegen ist es wahnsinnig wichtig, Sicherheit zu kreieren und Haltgebendes zu kreieren, um nicht in einer dauerhaften Übererregung stecken zu bleiben. Zum anderen die Frage, was wenn man schon traumatisiert ist und in dieser Situation jetzt steckt? Dann ist es natürlich noch ein bisschen herausfordernder, Urvertrauen und Inseln des Halts in sich zu finden. Es kann sein, dass die gegenwärtige Situation tiefe Traumatisierungen triggert und das Gefühl von latenter Bedrohung, das Gefühl, dass die Welt kein sicherer Ort ist, im tiefen Inneren etwas Großes bestätigt. Nämlich die Prägung oder Erfahrung, dass diese Welt kein sicherer Ort ist. Das bedeutet, dass ganz besonders, wenn du Traumatisierungen in deiner Biografie trägst, die noch nicht vollkommen gehalten oder in einem heilsamen Raum geborgen sind, dann sind Selbstfürsorge und Selbstachtung und Selbstachtsamkeit ganz besonders wichtig. Das nun also alles mal zur Erklärung, was die Corona-Krise mit uns und unseren Nervensystemen so anstellt.

Selbstregulation, Co-Regulation und Verbundenheit

Es ist also jetzt unsere Aufgabe für jetzt und die nächsten Wochen ganz viel Selbstregulation zu kreieren oder zu üben und uns gegenseitig zu unterstützen, uns Co- zu regulieren. Also einander Sicherheit und Halt zu geben. Wie kann das gelingen? Etwas ganz, ganz einfaches spielt hier eine große Rolle. Wir sind, wie du weißt, sehr soziale Wesen. In der Verbindung miteinander, in einer wohltuenden, aufrichtigen und liebevollen, wertschätzenden Verbindung empfinden wir die größte Geborgenheit und die größte Ressource die wir als Menschen finden können. Abgesehen von der Verbindung zu uns selbst und vielleicht auch einer spirituellen Verbindung zu etwas größerem, was Halt und Geborgenheit gibt. Die zwischenmenschliche Nähe, die zwischenmenschliche Verbundenheit ist ein Riesentool in Krisenzeiten. Etwas vom nährendsten, was wir nur so haben als Menschen. Die soziale Verbundenheit und sich gegenseitig liebevoll und wohlwollend begegnen zu können ist in meinen Augen die aller wertvollste Ressource, die wir im Moment aktivieren können. Denn keine Sicherheit, die wir in der Welt kreieren können durch Grenzen, durch finanzielle Sicherheit, durch materielle Sicherheit, durch einen sicheren Arbeitsplatz und derartig weitere äußere, scheinbare Sicherheiten, ist so spürbar und essenziell wie die des menschlichen, wohltuenden und ungefährlichen Kontaktes. Wir werden auch darauf zurückgeworfen, weswegen Menschen immer wieder in oder nach Krisenzeiten sagen, „das hat uns zusammengeschweißt. Wir haben die Verbundenheit und den Halt gespürt.“ Genau das gilt es jetzt zu aktivieren. Zwischenmenschliche Wärme, zwischenmenschliche Nähe und die Vergewisserung, dass wir zusammenhalten. Das ist etwas, was das Nervensystem sehr beruhigt und sehr reguliert und was auch hilft, aus der Übererregung oder Untererregung wieder in eine Balance zu finden. In dem Moment, wo wir noch kämpfen oder fliehen, sind wir nicht in der Lage, uns im Kontakt geborgen zu fühlen. Dann sind wir eher in einer Ausrichtung, den anderen als Bedrohung oder Konkurrenz oder Futterneider zu betrachten. Tue alles und bitte um alles, was zwischenmenschliche Wärme generiert und dir oder dem anderen das Gefühl von Verbundenheit gibt. Leider haben wir ja so etwas wie eine Versammlungseinschränkung. Die Versammlungsfreiheit ist begrenzt, wir können uns nicht einfach alle zusammensetzen. Es gibt so viele Möglichkeiten sich trotzdem zu begegnen. Greif zum Telefon, nutze deine Webcam oder schreibe und mach Sprachnachrichten, schaue auf welche Art und Weise du dich verbinden kannst mit Menschen, die dir guttun. Wir sind heute zum Glück in der Lage, uns auch virtuell zu verbinden und auch darüber das Gefühl von Sicherheit und Kontakt und Verbundenheit zu generieren und zu kreieren, also zu gestalten.

Selbstfürsorge – pflege deine Ressourcen

Über diesen sozialen, zwischenmenschlichen Kontakt hinaus ist es natürlich essenziell wichtig, dass du mit dir selbst in Kontakt bist. Und zwar mit den Aspekten deines Selbstes, die dir Halt und Sicherheit geben. Möglicherweise sind innere Kindanteile in diesen speziellen Tagen aktiviert, weil sie mit Ungewissheit und Unsicherheit nicht so gut umgehen können. Deswegen ist es auch wichtig, deine Ressourcen zu pflegen. Schau also einmal ganz sorgfältig nach- wenn du magst, setzte dich mit Stift und Papier hin, und schreibe auf: was sind Ressourcen, die dir guttun. Was sind es für Tätigkeiten, was für Aktivitäten, was für Bücher, was für Hörbücher, was für eine Materie tut dir gut? Möchtest du etwas, wo du deinen Körper spürst oder möchtest du in die Stille oder in die Meditation, in die Verbundenheit mit dem Kosmischen, mit dem Spirituellen? Schau, was deine Ressourcen sind und wie du sie unter den jetzt geltenden Umständen umsetzen kannst. Dann pflege diese. Pflege deine Ressourcen in dieser Zeit jetzt unbedingt noch sorgfältiger, als zu normalen Zeiten. Denn dass du dich um dich kümmerst, gibt deinem inneren, deiner Innenwelt und auch versehrten oder ängstlichen oder traumatisierten Anteilen ein Gefühl von innerer Sicherheit, wenn man es so sagen will. Du, mit deinem Bewusstsein, mit deinem erwachsenen, wachen Bewusstsein, bist die Person, die deinen versehrten, verletzten oder ängstlichsten Anteilen Sicherheit geben kann. Noch mehr als Menschen im Außen. Die Kombi aus Menschen im Außen und deinem erwachsenen bewussten Ich ist eine sehr gute Kombination, um inneren Anteilen Sicherheit zu geben. So dass dein Nervensystem balanciert bleiben kann. Also Pflege deine Ressourcen und tue das bewusst. Plane vielleicht auch deinen Tag dementsprechend. Mache es zur Priorität.

Deine Werte sind dein Kompass

Vielleicht magst du dich auch noch einmal bewusst mit deinen wichtigsten Werten verbinden. Deine wichtigsten Werte sind Kräfte, die deinem wahren Wesen entsprechen, deinem unversehrten, deinem gesunden, deinem geheilten Wesen. Wenn du dir deiner Werte bewusst bist, kannst du noch einmal fragen, wie du dich in dieser Krisenzeit in dieser außergewöhnlichen Situation gerne verhalten möchtest. Wie du durch diese Krise gehen möchtest und was du im Nachhinein gerne über dich sagen möchtest. Wofür du dir im Nachhinein auf die Schulter klopfen möchtest. Deine Werte können dir wie ein Kompass dienen, durch diese schwierige Zeit zu navigieren und für dich den Kopf über Wasser zu halten und mit einer Klarheit durch die schwierigen Herausforderungen hindurch zu kommen. Zusammengefasst: schau danach, was ist am Ehesten deine automatische Reaktion? Wende dich deiner automatischen Reaktion wohlwollend zu und schaue was dir guttut, indem du dir deine Ressourcen bewuss machst. Schau, was deine Ressourcen sind, die du für dich aktivieren kannst und pflege deine sozialen Kontakte, die dir guttun, um in deinem Inneren ein Gefühl von Geborgenheit und tiefem Zusammenhalt zu kreieren. Tue das auch nach innen. Sei die Sicherheit für deine inneren Anteile, die vielleicht aktiviert sind und tu das Ganze in einem höchstmöglich bewusstem Maße, auch indem du dich fragst, was sind deine Werte, die du in dieser speziell herausfordernden Zeit pflegen und leben möchtest. Jetzt bist du bist bestimmt gut versorgt für heute mit reichlich Information und Inspiration zum Thema der Krisensituation, in der wir gerade sind und ich bin mir sicher, auf einer ganz, ganz anderen Ebene, auf einer höheren Ebene, dass wir als Menschen als Kollektiv jetzt in der Lage sind, sehr viel zu lernen. Wir haben die Wahl, ganz explizit im Bezug auf ein potenziell tödliches Virus aber auch explizit im Bezug auf unsere kollektive Bewegung im Umgang mit dieser Krisensituation, entweder die Angst zu wählen oder das Bewusstsein/die Liebe. Du wirst -und ich werde- in der kommenden Zeit sicherlich noch häufiger auf die Probe gestellt, welche Energie wir wählen wollen. Es wird viele Angebote geben, in die Angst oder auch in die Wut zu gehen, in die Ohnmacht und das Gefühl der Ungerechtigkeit zu stürzen. Es wird gleichzeitig genauso viele Angebote geben, die Bewusstheit zu wählen, bewusst zu reflektieren, wohlwollend und aus dem Herzen heraus die Situation zu betrachten und dann zu schauen, wie können wir das allerbeste daraus machen? Vielleicht wird es dafür unsere laute und klare Stimme brauchen. Vielleicht wird es dazu unsere stille Besonnenheit brauchen, vielleicht auch beides. Ich bin gespannt und ich freue mich, wenn du mir mitteilen magst, was dich zur Zeit bewegt, wie du mit der Situation umgehst, was für Fragen für dich entstehen und auch, was deine besten Tipps sind, um in dieser speziellen Zeit das Herz offen zu halten und zu lernen und zu wachsen, statt geschädigt, zerbeult und zerkrumpelt aus dieser speziellen Herausforderung herauszupurzeln. In diesem Sinne, wünsche ich dir und mir und uns allen zusammen einen gemeinsamen Erfolg. Ich werde dir in den Shownotes ein Webinar verlinken, was ich vor einer ganzen Weile gehalten habe und auch nochmal eine Podcastfolge in der es um Urvertrauen geht und die vielleicht ein paar Informationen enthält, die in dieser Situation guttun können. Es ist wichtig, Vertrauen im Inneren zu finden, vielleicht das Urvertrauen im tiefsten Inneren zu aktivieren, um in dieser Situation Mut und Zuversicht schöpfen zu können, dass alles gut ausgehen kann.

SHOWNOTES:

 

 

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Ich wünsche dir viel Freude und Inspiration beim Lauschen. Ich freue mich riesig über Kommentare (z.B. auf Instagram @kreativetransformation), in denen Du teilst, was Dich in dieser Folge berührt hat. Ich freue mich sehr, dass wir verbunden sind!

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